KÖRPERSPANNUNG

Wenn wir die Belastungsrichtungen, die uns Griffe und Tritte anbieten, optimal nutzen wollen, muß unser Körper die Kontaktpunkte am Fels durch eine Spannung miteinander verbinden. Ziehen wir zum Beispiel mit der rechten und der linken Hand zwei Seitgriffe gegeneinander, dann spüren wir diese Spannung zwischen unseren Händen. Die effektive Nutzung des einen Seitgriffs hängt von der Nutzung des anderen ab. Das ist es, was wir unter Körperspannung verstehen: Die Kraft, die wir auf einen Griff oder Tritt bringen, pflanzt sich durch den Körper fort und verbessert die Nutzung der anderen Kontaktpunkte. In steilem Gelände kann der Körperschwerpunkt zum Beispiel durch Ziehen der Füße an den Tritten näher an die Wand gebracht werden. Die Griffe werden dadurch merklich entlastet, da das Körpergewicht nun nicht mehr nur senkrecht nach unten hängt, sondern die Füße einen quasi in die Griffe hineinziehen.

Voraussetzung für diese Kraftübertragung ist natürlich, daß die Körperspannung nirgendwo im Körper unterbrochen wird. Wir können häufig Kletterer beobachten, die Körperspannung nur zwischen den Händen aufbauen können, und andere, die nur in bestimmten Standardsituationen von einer erlernten Spannung profitieren. Ein guter Kletterer kann jedoch in jeder Position von der optimalen Nutzung jedes Kontaktpunktes profitieren, ohne daß die Spannung zwischen diesen Punkten abreißt oder zusammenbricht.

Klem beim äußerst komplexen ersten Zug von WRESTLING WITH AN ALLIGATOR, 8b+ bloc
   
   
   
   

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
   
   
 
     

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